Die regionale Energieversorgung in Rheinhessen erhält massiven Zuwachs. Das gemeinsame Projektunternehmen PIONEXT, ein Zusammenschluss von EWR, Mainzer Stadtwerken und Pfalzwerken, hat den Windpark Alsheim nach rund einjähriger Bauzeit erfolgreich in Betrieb genommen. Zwei neu errichtete Windenergieanlagen speisen ab sofort umweltfreundlichen Strom in das regionale Netz ein.
Beeindruckende Dimensionen über Kreisgrenzen hinweg
Die beiden Anlagen, deren Bau im Herbst 2025 begann, wurden im Herbst 2026 fertiggestellt und über eine Übergabestation in Guntersblum an das Stromnetz angebunden. Mit einer Nabenhöhe von 164 Metern, einem Rotordurchmesser von 163 Metern und einer Gesamthöhe von 245,5 Metern prägen sie nun die Landschaft. Eine der Anlagen mit einer Leistung von sieben Megawatt befindet sich auf der Gemarkung Alsheim im Landkreis Alzey-Worms, die zweite identische Anlage steht auf der Gemarkung Dorn-Dürkheim im Landkreis Mainz-Bingen. Zusammen erzeugen sie eine Gesamtleistung von 14 Megawatt, was rechnerisch ausreicht, um den jährlichen Strombedarf von rund 7.700 Haushalten zu decken.
Regionale Kooperation als Erfolgsfaktor
Die reibungslose Umsetzung des Projekts basierte auf einer engen und partnerschaftlichen Abstimmung mit den beteiligten Kommunen, den zuständigen Behörden sowie den lokalen Grundstückseigentümern. Für Michael Lüer, Geschäftsführer von PIONEXT, zeigt der neue Windpark deutlich, was möglich ist, wenn regionale Energieunternehmen ihre Kompetenzen gezielt bündeln, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen.
Auch Stephan Wilhelm, Vorstandssprecher der EWR AG, betont die weitreichende Bedeutung des Vorhabens für die Infrastruktur: Das Unternehmen plant, in den kommenden Jahren rund 700 Millionen Euro in die Energieversorgung vor Ort zu investieren, um die lokale Energiewende konsequent weiter voranzutreiben. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Projekts in Alsheim setzen die Partner ein klares Zeichen für eine verlässliche und zukunftsfähige Energieinfrastruktur im Südwesten Deutschlands.