Der in Oppenheim ansässige rheinland-pfälzische Landesverband der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe erhält eine finanzielle Förderung in Höhe von 635 Euro durch die Krankenkasse BARMER. Die Mittel fließen in die Ausrichtung eines Tagesseminars zum Thema nicht stoffgebundene Süchte, das am 31. Oktober im Martin-Luther-Haus in Alzey stattfindet.
Fokus auf nicht stoffgebundene Süchte
Die öffentliche und für alle Interessierten zugängliche Veranstaltung widmet sich sogenannten Verhaltenssüchten, zu denen unter anderem eine problematische Social-Media-Nutzung, Glücksspiel oder Sexsucht zählen. Laut Frank Schabert, dem Vorsitzenden des Landesverbands, vermittelt das Seminar fundierte Kenntnisse zu den Ursachen, der Entwicklung sowie den Behandlungsmöglichkeiten dieser spezifischen Suchtformen. Ein zentrales Anliegen der Selbsthilfe-Organisation ist es dabei, das Verständnis für die Problematik der Betroffenen zu fördern und deren Integration in bestehende Selbsthilfegruppen zu erleichtern. Die Freundeskreise bilden als Organisationen ein Netzwerk, in dem sich suchtkranke Menschen und deren Angehörige zur gegenseitigen Unterstützung zusammenschließen.
Krankenkasse würdigt ehrenamtliches Engagement
Die BARMER begründet die finanzielle Zuwendung mit der hohen gesellschaftlichen Bedeutung der gemeinschaftlichen Selbsthilfe bei der Bewältigung belastender Lebenssituationen und Krankheiten. Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der Krankenkasse in Rheinland-Pfalz und im Saarland, würdigte das Engagement der Freundeskreise im Vorfeld als wichtiges Beispiel für die Arbeit von Selbsthilfe-Organisationen in Deutschland, deren Einsatz von der gesetzlichen Krankenkasse aus Überzeugung unterstützt werde.