Der rheinland-pfälzische Minister für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur, Sven Teuber, hat in Neustadt an der Weinstraße 41 Bürgerinnen und Bürger mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette ausgezeichnet. Unter den Geehrten befinden sich mit Ute Klenk-Kaufmann, Ingo Kleinfelder und Hans-Philipp Schmitt drei langjährige Kommunalpolitiker aus dem Landkreis Alzey-Worms, die von Landrat Heiko Sippel zu der Verleihung begleitet wurden. Die Auszeichnung wird für außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement in der Kommunalpolitik vergeben.
Langjähriger Einsatz in den Heimatgemeinden
Die drei Geehrten aus dem Landkreis blicken auf eine weitreichende politische Vita zurück. Ute Klenk-Kaufmann aus Eppelsheim bekleidet seit 2024 das Amt der Kreisbeigeordneten. Zuvor war sie unter anderem als Ortsbürgermeisterin ihrer Heimatgemeinde sowie als (Erste) Beigeordnete der Verbandsgemeinde Alzey-Land tätig. Ein zentrales Anliegen war ihr in dieser Zeit die Ansiedlung des Rheinhessenhospizes in Eppelsheim.
Ingo Kleinfelder lenkt seit nunmehr 22 Jahren als Stadtbürgermeister die Geschicke von Wörrstadt. Zuvor war er bereits als Beigeordneter der Stadt aktiv. Darüber hinaus engagiert er sich als langjähriges Mitglied im Kreistag sowie im Verbandsgemeinderat der VG Wörrstadt.
Hans-Philipp Schmitt bekleidet seit ebenfalls 22 Jahren das Amt des Ortsbürgermeisters in Spiesheim. Neben seinem Mandat im Verbandsgemeinderat Wörrstadt ist er stark im lokalen Vereinsleben verwurzelt, unter anderem als Ehrenvorsitzender der örtlichen Sportgemeinde. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt zudem im Bereich der Flüchtlingshilfe und der Integration von Neubürgern.
Würdigung des Ehrenamts als demokratischer Baustein
Minister Teuber und Landrat Sippel würdigten den Einsatz der Preisträger als unverzichtbaren Faktor für den Zusammenhalt und die demokratische Entwicklung der Kommunen. Die Arbeit der Ehrenamtlichen schaffe Zugehörigkeit und gestalte eine zukunftsfähige Heimat.
Stellvertretend für alle Ausgezeichneten richtete Ute Klenk-Kaufmann Dankesworte an die Anwesenden. Sie betonte, dass kommunalpolitisches Wirken stets eine Gemeinschaftsleistung sei, die vom Miteinander und dem Austausch mit der Bevölkerung lebe. Einen besonderen Dank richtete sie an die Familien der Ehrenamtlichen, die diesen zeitintensiven Einsatz mittragen. Zugleich äußerte sie die Hoffnung, künftig mehr junge Menschen für ein politisches Ehrenamt gewinnen zu können.
Die Freiherr-vom-Stein-Plakette wird im Dreijahresturnus verliehen. Sie wurde 1954 gestiftet und erinnert an den Geburtstag des Namensgebers Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein am 26. Oktober 1757. Die Vorschläge für die Ehrung erfolgen durch die Landkreise und (kreisfreien) Städte.