Ein Quantensprung für die VG Rhein-Selz – Glasfaser kommt

Im Glasfasernetz werden Geschwindigkeiten bis 1.000 Mbit/s angeboten - sowohl im Download als auch im Upload.

Ein Quantensprung für die VG Rhein-Selz – Glasfaser kommt

Pressemitteilung des VG Rhein-Selz Bürgermeisters Klaus Penzer:

„Die Ausstattung mit Glasfaser ist für die Attraktivität unserer Gemeinden von großer Bedeutung und zu vergleichen mit einer guten verkehrlichen Anbindung. Das Vorhandensein einer guten Internet-Verbindung ist für die Wohnort-Entscheidung junger Familien ebenso von Bedeutung wie eine gute schulische Versorgung und ein intaktes Dorfleben. Auch Unternehmen sind auf Glasfaser angewiesen“, weiß Bürgermeister Klaus Penzer.

Aus dem Breitbandatlas des Bundes, in dem die Versorgung der Gemeinden dargestellt sei, werde deutlich, dass es noch erhebliche Unterschiede gebe.

Klaus Penzer: „Seit vielen Jahren laufen die Bemühungen, den Breitbandausbau in der VG Rhein-Selz voranzubringen.“

Während ohne Glasfaser Geschwindigkeiten im Download von max. 100 Mbit/s erreicht würden, würden im Glasfasernetz Geschwindigkeiten bis 1.000 Mbit/s angeboten, sowohl im Download, aber auch im Upload.

In den letzten Monaten hätten sich nun mehrere Unternehmen um den eigenwirtschaftlichen FTTH-Ausbau beworben. Inzwischen hätten alle Unternehmen ein Fragenkatalog, der von einer VG- Arbeitsgruppe erstellt wurde, beantwortet. Die Antworten wurden gemeinsam mit dem TÜV Rheinland e.V., der Kommunen in Rheinland-Pfalz beim Breitbandausbau berät, geprüft und beurteilt.

„Mit den Ortsbürgermeister*innen wurde vereinbart, dass die Entscheidung, mit welchem Unternehmen die Ortsgemeinde zusammenarbeiten möchte, im jeweiligen Gemeinderat getroffen werden soll“, so Klaus Penzer weiter. Drei Gemeinden hätten mittlerweile eine Entscheidung getroffen, in den übrigen Gemeinden werde die Entscheidung vorbereitet. „Ich gehe derzeit davon aus, dass bis Ende März das Thema durch ist.“

Im Jahre 2014 hat das EWR in den meisten Ortsgemeinden den sogenannten FTTC-Ausbau durchgeführt. FTTC ist die Abkürzung für Fibre to the Curb und bedeutet, dass Glasfaserleitungen bis zu den - damals neu errichteten - Verteilerkästen verlegt wurden. Die sogenannte „letzte Meile“ bis zum Haus oder zur Wohnung ist das Kupferkabel der Telekom, welches vom EWR bei entsprechendem Vertragsabschluss angemietet wurde. Damit waren und sind nach Auskunft des EWR Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s möglich.

Im Jahre 2017 haben die Ortsgemeinden der Kreisverwaltung den Auftrag erteilt, sich am sogenannten „Weiße-Flecken-Programm“ zu beteiligen. Das EWR hat für die 20 Kommunen der VG Rhein-Selz den Auftrag erhalten, zuvor identifizierte Gebäude (174) mit mindestens 30 Mbit/s zu versorgen. Der Ausbau (mit Glasfaser) soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

Nunmehr besteht die Absicht, die Glasfaserleitungen bis ins Haus, zum jeweiligen, mit dem/der Wohnungseigentümer/in abgestimmten Übergabepunkt, zu verlegen. Dieser FTTH-Ausbau (Fibre to the Home) soll „eigenwirtschaftlich“ erfolgen, das bedeutet, dass der Ortsgemeinde keine Kosten entstehen. Auch den Kunden entstehen keine Kosten, wenn sie einen Vertrag mit dem beauftragten Unternehmen (Mindestlaufzeit: zwei Jahre) abschließen.

„Nach einer Änderung der gesetzlichen Bestimmungen müssen die Netzbetreiber auch andere Internet-Anbieter ein Durchleitungsrecht gewähren, damit würde auch hier mehr Wettbewerb entstehen,“ freut sich Bürgermeister Klaus Penzer.

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