Rauchsäule und schnelle Reaktion
Am Abend des 3. November 2026 wurden die Feuerwehren aus Oppenheim, Dienheim, Ludwigshöhe und Guntersblum zu einem Gebäudebrand in Dienheim alarmiert. Schon auf der Anfahrt war eine weithin sichtbare Rauchsäule erkennbar, und zahlreiche Anrufe bei der Leitstelle verdeutlichten die Dringlichkeit der Lage. Die erste Erkundung vor Ort bestätigte die Befürchtungen: Ein Anbau an einem Wohnhaus im engen Ortskern stand in voller Ausdehnung in Flammen, mit der Gefahr, auf eng angrenzende Wohnhäuser überzugreifen. Glücklicherweise befanden sich keine Personen mehr im brennenden Gebäude, jedoch wurden einige Personen mit Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst versorgt.
Umfassende Brandbekämpfung und Sicherungsmaßnahmen
Die Einsatzkräfte leiteten umgehend die Brandbekämpfung von außen mit mehreren Trupps unter Atemschutz ein. Gleichzeitig wurde eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut, um ein Übergreifen des Feuers auf die Nachbargebäude effektiv zu verhindern. Eine Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung dar, da die vorhandene Leitung nicht ausreichend Wasser lieferte und eine zweite Zufuhr aufgebaut werden musste. Um alle Flammenherde erreichen zu können, wurden Dachziegel mithilfe einer Drehleiter entfernt und ein frei stehender Kamin abgetragen. Zur vollständigen Ersticken der Glutnester wurde die Brandstelle zusätzlich mit Schaum abgedeckt.
Nachlöscharbeiten und Brandwache
Nachdem der Brand gelöscht war, untersuchte das Technische Hilfswerk (THW) mit Baufachberatern die Standfestigkeit des Gebäudes. Nach rund fünf Stunden konnten die Einsatzkräfte einen Großteil der benutzten und verschmutzten Ausrüstung säubern und die Einsatzbereitschaft wiederherstellen. Um während der Löscharbeiten für weitere Einsätze gerüstet zu sein, besetzte die Feuerwehr Nierstein das Gerätehaus. Die Feuerwehr Ludwigshöhe stellte an der Einsatzstelle eine Brandwache für die Nacht, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.