Für die Ortsgemeinde Eimsheim markiert der kommende Monat einen entscheidenden Wendepunkt in der örtlichen Kinderbetreuung. Zum 1. April 2026 übernimmt das Evangelische Dekanat Ingelheim-Oppenheim über seine Gemeindeübergreifende Trägerschaft (GüT) offiziell die Führung der Kindertagesstätte.
Kirche als Begleiter im Alltag
Dekan Pfarrer Olliver Zobel unterstrich bei der Vertragsunterzeichnung die Bedeutung kirchlichen Engagements in diesem Bereich. Es sei ein wichtiges Anliegen der Kirche, dort präsent zu sein, wo Kinder lachen, fragen und staunen. Die Eimsheimer Einrichtung ist damit bereits die 13. kirchliche Kita unter dem Dach des Dekanats.
Vom Ehrenamt zur professionellen Führung
Ortsbürgermeister Dirk Hesse blickt mit großer Erleichterung auf die Vereinbarung. Nachdem die Kita im Dezember 2025 aufgrund eines Maßnahmenplans geschlossen werden musste, sei dieser Neustart ein „absoluter Glücksfall“ für die kleine Gemeinde. Ziel des Trägerwechsels sei es, die Kita aus ehrenamtlichen Händen in eine professionelle Führung zu geben, um ein stabiles und verlässliches Betreuungsangebot für die bis zu 40 Kinder sicherzustellen.
Ideale Rahmenbedingungen und soziale Begleitung
Das Kita-Gebäude, das erst 2018/19 kernsaniert wurde, bietet zusammen mit seinem großzügigen Außengelände hervorragende Voraussetzungen. Sabine Bezvald, Geschäftsführerin der GüT, betonte, dass man durch verlässliches Personalmanagement und transparente Abläufe dafür sorgen werde, dass sich die pädagogischen Fachkräfte wieder voll auf die Arbeit mit den Kindern konzentrieren können. Unterstützt wird das Team zudem von der Kita-Sozialarbeiterin Silke Gegenheimer, die als Ansprechpartnerin für Eltern und Erzieher den Weg zur Neueröffnung begleiten wird.
Ein Zeichen des Vertrauens
Auch die evangelische Kirchengemeinde Uelversheim/Eimsheim begrüßt den Schritt. Thomas Geil vom Kirchenvorstand und Pfarrerin Esther Gröschel sehen in der Übernahme ein starkes Zeichen gegenseitiger Wertschätzung zwischen Kommunal- und Kirchengemeinde. Neben der verlässlichen Betreuung soll künftig auch die religionspädagogische Begleitung im Vordergrund stehen, um gemeinsam mit den Kindern christliche Werte und Feste zu entdecken.