Nachholtermin: Tobias Mann - Mann gegen Mann am 12. Juni in der Burgruine Landskron

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Getreu dieser Losung tritt Kabarettist Tobias Mann im Rahmen seines Nachholtermins am 12. Juni, ab 19.30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr), in der Burgruine Landskron auf.

Nachholtermin: Tobias Mann - Mann gegen Mann am 12. Juni in der Burgruine Landskron

Als Teil des neuen Veranstaltungskonzepts präsentiert der Satiriker und Musiker sein Programm „Mann gegen Mann“ als sein insgesamt siebtes Solo.

Alle bereits für den geplanten, aber durch Corona abgesagten, Termin 2021 erworbenen Tickets behalten ihre Gültigkeit. Weitere Karten gibt es ausschließlich an der Abendkasse zu 25,00 €. Eine Zufahrt zur Burgruine ist nicht möglich. Daher werden die Besucher gebeten, den „Zentralparkplatz Kellerlabyrinth“, die Parkplätze gegenüber des Friedhofs oder andere ausgewiesene Parkplätze zu nutzen. Die Altstadtstraßen sind ausschließlich dem Anwohnerparken vorbehalten.

Tobias Mann stellt sich im neuen Kabarettprogramm seinem ultimativen Endgegner und – Überraschung – es ist Tobias Mann selbst. Die härtesten Diskussionen führt er mittlerweile nicht mehr im Internet, sondern in seinem tiefsten Inneren und dabei zeigt sich: Selbst bei Facebook und Twitter geht es gesitteter zu. Jedes Selbstgespräch eskaliert und mündet in wüsten Beschimpfungen und Hasskommentaren, ohne Chance darauf, dass der User gesperrt wird. Schlimm für ihn, aber gut für sein Publikum, das nun an diesem höchst unterhaltsamen, kabarettistischen Kampf Mann gegen Mann teilhaben darf. In Zeiten von vielfliegenden Umweltaktivisten, bestechlichen Volksvertretern und kriminellen Ordnungshütern kann man die Augen auch vor den eigenen Inkonsequenzen kaum noch verschließen – und das lässt einen zum Hulk werden.

Zu allem Übel ist Tobias Mann auch noch das, was sein Name verspricht: ein Mann – cis, Weiß und seit Neuestem auch nicht mehr ganz jung. Bricht sich darum jetzt vielleicht diese toxische Männlichkeit bahn, von der alle sprechen und die so viele seiner Altersgenossen in wütende Fortschrittsblockierer und Patriarchen alter Schule verwandelt? Hoffentlich nicht, aber die grundsätzliche Frage bleibt: Ist der Mann vielleicht die Wurzel allen Übels? Sicher, es gibt auch böse Frauen, aber sind die nicht eher ein Beweis dafür, dass es – frei nach Adorno – heißen muss: „Es gibt kein weibliches Leben in einem männlichen System!“ Die Politik nimmt die neue, deutsche Aggression dankend auf und verlegt Intrigen und Machtspielchen, die sonst hinterhältig im Stillen verlaufen wären, auf die große Bühne. Für Tobias Mann ist all das zwiespältig und ein ständiger innerer Kampf: Als Mensch ist er angepisst, als Kabarettist bedankt er sich für das fantastische Material. Der Satiriker in ihm mahnt: „Die Zuschauer müssen unbedingt was mitnehmen. Es braucht Haltung!“ Der Gesellschaftsbeobachter entgegnet: „Haltung – schön und gut, aber man muss schon alle Seiten beleuchten!“ Der Komiker schreit: „Scheiß drauf! Die Pointe muss knallen!“

In Texten und Liedern schießt der vielfach ausgezeichnete Kabarettist (u.a. Deutscher Kleinkunstpreis, Prix Pantheon, Salzburger Stier, Deutscher Comedypreis für die ZDF Show „Mann, Sieber!“) auch in seinem 7. Bühnenprogramm gegen Alles und Jeden, der es verdient hat. Und allzu oft ist das sogar er selber. Aber keine Angst: Beim Kampf gegen sich selbst gibt es zumindest zwei Gewinner: Tobias Mann und sein Publikum.

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