Die Betreuungssituation für Schulkinder sorgt in Guntersblum derzeit für rege Diskussionen. Während in der Vergangenheit bis zu 40 Hortplätze in der Gemeinde angeboten wurden, ist diese Kapazität mittlerweile auf 20 Plätze gesunken. Aus den Reihen der Elternschaft wird nun die Befürchtung laut, dass die Gemeinde mittelfristig eine komplette Schließung des Hortangebots in Erwägung ziehen könnte. Um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen und den Dialog zu suchen, rufen engagierte Bürger für Donnerstag, den 22. Oktober 2026, um 19:00 Uhr zur Teilnahme an der anstehenden Gemeinderatssitzung auf.
Hort als flexible Ergänzung zur Ganztagsschule
Die Befürworter des Horts betonen, dass die Gemeinde zwar über eine gut aufgestellte Ganztagsschule verfüge, der Hort jedoch eine essenzielle Zusatzleistung für Familien aus Guntersblum und Ludwigshöhe darstelle. Ein zentrales Argument der Elterninitiative ist die Flexibilität bei den Abholzeiten: Da der reguläre Schulalltag oftmals bereits um 12:00 oder 13:00 Uhr endet, benötigen viele Berufstätige eine verlässliche nachmittägliche Betreuung, die der Hort bis 16:45 Uhr abdeckt. Zudem gewährleistet die Einrichtung eine durchgehende Betreuung während der Schulferien. Dies biete den Eltern eine wichtige Planungssicherheit und erleichtere die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Alltag erheblich.
Forderung nach Nutzung bestehender Ressourcen
Eine parallel ins Leben gerufene Petition fordert daher von der Kommunalpolitik den Ausbau auf wieder mindestens 40 Hortplätze. Die Initiatoren argumentieren, dass die grundlegenden Voraussetzungen für dieses Betreuungsangebot in Guntersblum bereits vorhanden seien. So stünden nach Angaben der Initiative sowohl geeignete Räumlichkeiten als auch entsprechendes pädagogisches Fachpersonal zur Verfügung. Das erklärte Ziel der Bürger ist es, gemeinsam mit den kommunalen Entscheidungsträgern eine Lösung zu erarbeiten, bei der diese vorhandenen Ressourcen optimal im Sinne einer familienfreundlichen Gemeinde genutzt werden.