Vergangene Woche trafen sich die Naturpaten Hahnheim auf dem Friedhof, um das Beet rund um das Ehrendenkmal der Kriegstoten für den Winter vorzubereiten. Mit vereinten Kräften brachten fünf engagierte Naturpaten Lavendel und Rosen in Form, harkten Disteln und unerwünschtes Beikraut aus und entfernten Sämlinge von Sträuchern und Bäumen. Dank der guten Zusammenarbeit war das Beet in nur einer Stunde wieder „pikobello hergerichtet“.
Ordnung im Naturstaudenbeet – mit Bedacht
Ganz anders gingen die Naturpaten im Naturstaudenbeet vor, wo strenge Ordnung bewusst vermieden wird. Was für Menschen oft unordentlich erscheint, ist für die Natur von großem Wert. Verblühte Stauden bieten mit ihren Samen eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel. Hohle Blumenstängel, vertrocknete Blätter und Pflanzenreste dienen Wildbienen und anderen Insekten als Überwinterungsmöglichkeiten. Abgestorbene Pflanzen schützen zudem den Boden vor Erosion und Austrocknung.
Ein Zuhause für Insekten und Vögel
Dennoch waren die Naturpaten auch hier nicht untätig. Sie entfernten umgefallene Stängel und unerwünschte Beikräuter, gaben den Beeten einen Rahmen und stopften Lücken. Auch die Vogeltränken wurden wieder aufgefüllt, um den „Daheimgebliebenen“ im Winter ausreichend Wasser zu bieten. Die Naturpaten bitten die Bürgerinnen und Bürger von Hahnheim um Verständnis, wenn die Wildstaudenbeete nicht so „hergerichtet“ werden, wie man es vielleicht von früher gewohnt ist. Sie appellieren daran, auch in den eigenen Gärten einige „unordentliche“ Plätze zu belassen – die Natur wird es danken.