Stadt Worms bereitet sich auf Geflüchtete aus der Ukraine vor

Um auf die Aufnahme von ukrainischen Flüchtlingen vorbereitet zu sein, hat die Stadt Worms eine Arbeitsgruppe „Ukraine“ eingerichtet. Die Gruppe steht wöchentlich im engen Austausch.

Stadt Worms bereitet sich auf Geflüchtete aus der Ukraine vor

Bislang sind rund 90 Geflüchtete in Worms angekommen, die sich beim Bürgerservice bzw. der Ausländerbehörde angemeldet haben. Sie sind derzeit privat untergebracht.

Darüber hinaus erreichen aber auch ukrainische Flüchtlinge Worms, die nicht privat unterkommen. Diese werden zunächst in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes aufgenommen und sollen dann zu einem späteren Zeitpunkt auf die Kommunen verteilt werden. Wie hoch genau die Zahl ukrainischer Flüchtlinge in Rheinland-Pfalz und im Rahmen der Verteilung in Worms sein wird, ist der Stadt aktuell noch nicht bekannt.

Aufgrund der bisherigen Zuweisungen an asylsuchende Menschen sind die Wohnraumkapazitäten weitestgehend erschöpft. Allerdings ist nicht nur die Hilfsbereitschaft der Wormser Bevölkerung, sondern auch die der Institutionen und Einrichtungen groß. Aktuell liegen rund 30 breit gefächerte Wohnungsangebote vor, darunter Häuser und große Wohnungen. Alle Wohnangebote werden derzeit vom Bereich 5 – Soziales, Jugend und Wohnen geprüft.

Ziel ist die Anmietung von Wohnungen und nach Möglichkeit die Einrichtung kleinerer Wohngemeinschaften, in welchen Frauen mit Kindern eine Bleibe finden können. Gleiches gilt für ältere Menschen und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen.

Für Angebote und Fragen zur Flüchtlingshilfe hat die Verwaltung ein zentrales E-Mail-Postfach und eine Info-Hotline eingerichtet: E-Mail an krnwrmsd oder Anruf an (0 62 41) 8 53 - 18 81. Damit übernimmt die Stadt die Koordinierung der vielen Hilfsangebote für die Menschen in der Ukraine. Auf diesem Wege können Bürger weiterhin Wohnraum zur Verfügung stellen oder Ihr ehrenamtliches Engagement anbieten. Es liegen bereits Dolmetscherangebote vor, die insbesondere für Übersetzungsarbeiten, Behördengänge, Arztbesuche und tägliche Bedarfe wichtig sind.

„Die Solidarität der Wormserinnen und Wormser mit der Ukraine ist sehr groß. Dafür sind wir extrem dankbar“, so Oberbürgermeister Adolf Kessel. „Um auch alle Hilfs- und Unterstützungsangebote steuern und prüfen zu können, bitten wir ausdrücklich darum, diese Angebote über unsere zentrale E-Mail-Adresse und Telefon-Hotline zu adressieren“ betont der Stadtchef weiter.

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