Mit Weitsicht für Ingelheims Kirche: Martin Beck führt den Gesamtkirchenvorstand | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Mit Weitsicht und Vision: Martin Beck leitet als neuer Vorsitzender die evangelische Gesamtkirchengemeinde Ingelheim durch den Reformprozess „ekhn2030“. Der 62-Jährige rückt dabei die Menschen und die lokale Vernetzung in den Fokus.

Mit Weitsicht für Ingelheims Kirche: Martin Beck führt den Gesamtkirchenvorstand

Ein Zitat von Antoine de Saint-Exupéry leitet sein Handeln: „Du bist zeitlebens dafür verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“ Getreu diesem Motto hat Martin Beck Anfang des Jahres den Vorsitz der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Ingelheim übernommen. Der 62-jährige Bioverfahrensingenieur geht seine neue Aufgabe mit einer Mischung aus beruflicher Erfahrung und tiefem persönlichem Engagement an.

Strukturen im Wandel: Die Reform „ekhn2030“

Für Martin Beck ist der aktuelle Reformprozess der Landeskirche kein Selbstzweck, sondern eine notwendige Anpassung an gesellschaftliche Veränderungen. Dabei geht es ihm nicht nur um Verwaltung: Gemeinsam mit dem Verkündigungsteam möchte er eine Vision entwickeln, die über das bloße Bedienen von Strukturen hinausgeht.

„Wir treten nicht an, um Strukturen zu bedienen, sondern weil wir einen Auftrag haben, Gottes Wirken auf dieser Welt zum Strahlen zu bringen. Es ist der Mensch, der im Vordergrund steht“, betont Beck.

Vom Bodensee in den Kirchenvorstand

Der Weg in das kirchliche Ehrenamt war für den gebürtigen Baden-Württemberger nicht vorgezeichnet. In einer gemischt-konfessionellen Familie am Bodensee aufgewachsen, fand er erst als Jugendlicher durch den Religionsunterricht eine starke Bindung zum Glauben. Nach dem Umzug nach Ingelheim wurde die Versöhnungskirchengemeinde für ihn und seine Familie zur neuen Heimat. Ein zufälliges Gespräch mit Pfarrer Peter Fleckenstein während eines Spaziergangs durch die Weinberge gab schließlich den Anstoß für sein ehrenamtliches Engagement.

Fokus auf Ortsnähe und Vernetzung

Trotz der Zentralisierung in einer Gesamtkirchengemeinde liegen Martin Beck die Ortsausschüsse besonders am Herzen. Er ist überzeugt, dass diese die wichtigsten Ansprechpartner vor Ort bleiben und das Gemeindeleben maßgeblich prägen. Zu seinen ersten Erfolgen im Team zählen:

  • Die Einigung auf einen gemeinsamen Verwaltungssitz für bessere Arbeitsbedingungen.

  • Die Bildung weitgehend autarker Ausschüsse zur effizienteren Gremienarbeit.

  • Die Förderung der Vernetzung mit dem Dekanat und anderen Institutionen.

Dankbarkeit als Antrieb

Nach seinem Wechsel in den Vorruhestand nutzt Beck seine langjährige Erfahrung in der Personalverantwortung nun für die Kirche. Sein Antrieb ist dabei tief verwurzelt: „Ich habe viel Glück im Leben gehabt. Dafür bin ich sehr dankbar – und ich möchte etwas zurückgeben.“