No risk no fun!? in der Jugendarbeit

Gelungene Online-Veranstaltung zu Rechtsfragen in der Jugendarbeit.

No risk no fun!? in der Jugendarbeit

Die gesetzlichen Rechte und Pflichten von Akteuren in der Kinder- und Jugendarbeit sind ein wichtiges Themengebiet für eine qualitative und verantwortungsbewusste Gestaltung von Angeboten. Bereits seit einigen Jahren besteht eine erfolgreiche Kooperation der Kreisjugendpflegen Mainz-Bingen und Alzey-Worms, die gemeinsam und regelmäßig eine Veranstaltung mit dem Schwerpunkt Rechtsfragen in der Jugendarbeit sowohl für Hauptamtliche als auch für Ehrenamtliche anbietet. „No risk no fun!?“ – unter diesem Motto stand die Veranstaltung unter der Leitung von Rechtsanwalt Stefan Obermeier. Als Experte vermittelte er praxisnah, kompetent und verständlich das komplexe Thema.

Jugendarbeit steht auch in Corona-Zeiten nicht still

Auf Grund der aktuellen Covid-19-Pandemie konnte die Veranstaltung in diesem Jahr jedoch nicht wie gewohnt stattfinden, sodass es auch für die Veranstalter selbst hieß „No risk no fun!?“. Erstmals fand daher eine Online-Veranstaltung statt, an der 30 Aktive in der Kinder- und Jugendarbeit aus den beiden Landkreisen teilnahmen. „Jugendarbeit steht auch in Corona-Zeiten nicht still, sondern geht verstärkt digitale Wege und sucht darin Möglichkeiten den Kontakt zu den Jugendlichen und Ehrenamtlichen zu halten, bspw. über Online-Seminare, Beratung via Instagram oder digitale Öffnungszeiten von Jugendhäusern“ bemerkte Stephan Pulter von der Kreisjugendpflege Mainz-Bingen. Stefan Obermeier beschrieb an Fallbeispielen anschaulich die Bedeutung der Aufsichtspflicht. Dennoch bemerkte er, dass Jugendarbeit nicht die Vermeidung von Gefahren als Ziel hat, sondern das Vertraut machen mit Gefahren. „Kinder, die nichts dürfen, werden zu Erwachsenen, die nichts können“ war ein Leitsatz, um Mut zu machen, Kindern vertrauensvolle Erfahrungen zu ermöglichen. Auch die rechtlichen Grundlagen zur digitalen Jugendarbeit wurden auch vom Referenten besonders hervorgehoben, so konnten die Teilnehmenden wieder viel für ihre jetzigen Angebote und Planungen mitnehmen.

Kreative Möglichkeiten und Angebote sind jetzt gefragt

In der etwa dreistündigen Veranstaltung konnten viele Fragen der Teilnehmenden, unter anderem zu den aktuellen Konsequenzen und Bedingungen der Covid-19-Pandemie im Hinblick auf aktuelle Angebote der Kinder- und Jugendarbeit, geklärt werden. Auch wenn die Bedingungen derzeit für Akteure in der Kinder- und Jugendarbeit nicht einfach sind, war deutlich spürbar, dass es weitergeht. Diese Veranstaltung ist ein Beispiel von vielen, wie die Zeit genutzt wird. Sei es für Qualifizierung oder die Suche nach kreativen Möglichkeiten, um passende Angebote zu finden und im Kontakt mit den Kindern und Jugendlichen zu bleiben. „Besonders schön zu sehen war, dass aufgrund der aktuellen Lage und des digitalen Formates, neben den Hauptamtlichen, vermehrt auch Ehrenamtliche an der Veranstaltung teilnehmen konnten. Ohne eine gute Ehrenamtsstruktur mit kreativen, aber auch rechtlich versierten Teams wären viele Angebote in der Kinder- und Jugendarbeit so nicht möglich“, so Christine Hassemer von der Kreisjugendpflege Alzey-Worms.

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