Ungewöhnlicher und zugleich gefährlicher „Pferdeverkehr“ hielt am gestrigen Abend die Anwohner in Atem. Gegen 18:00 Uhr galoppierten zwei herrenlose Pferde „wild und ungestüm“ durch den Ort in Richtung der vielbefahrenen B420. Zeugen beschrieben die Tiere als sichtlich gestresst und in extrem hohem Tempo unterwegs.
Zivilcourage verhindert Schlimmeres
Dass der Vorfall glimpflich ausging, ist vor allem der Geistesgegenwart von Autofahrern und Anwohnern zu verdanken. Zeugen beobachteten die Situation von der Straße aus und handelten sofort: Sie hielten den fließenden Verkehr an, um eine Kollision zu verhindern, als die Pferde die Fahrbahn überquerten. Parallel wurde die Polizei über die Gefahrenstelle informiert. Die Tiere konnten schließlich wohlbehalten gesichert und in ihren Stall zurückgebracht werden.
Ursache und fehlende Hilfeleistung
Nachdem die Tiere in Sicherheit waren, wurde das gesamte Ausmaß des Vorfalls bekannt. Wie aus Kreisen des betroffenen Pensionsstalls mitgeteilt wurde, war eine Reiterin mit den Pferden unterwegs, als es zum Zwischenfall kam. Ausgelöst wurde die Flucht laut Stallangaben durch einen nicht angeleinten Hund, der die Pferde trotz geltender Brut- und Setzzeit jagte.
Besonders schwer wiegt jedoch das Verhalten der Hundebesitzer: Nachdem die Reiterin durch die Attacke des Hundes von ihrem Pferd gestürzt war, setzte die begleitende Familie ihren Weg fort, ohne der gestürzten Frau Hilfe zu leisten oder sich nach ihrem Befinden zu erkundigen. Zeugen berichteten, die Personen seien einfach weitergelaufen.
Glück im Unglück
Trotz des Sturzes und der riskanten Flucht über die Bundesstraße gibt es eine gute Nachricht: Die Reiterin kam mit dem Schrecken und leichten Blessuren davon. Auch die Pferde sind wieder sicher in ihrer gewohnten Umgebung. Der Vorfall unterstreicht jedoch einmal mehr die Bedeutung der Leinenpflicht während der Brut- und Setzzeit, um Mensch und Tier vor solchen lebensgefährlichen Situationen zu schützen.
Quelle: Facebook (Gruppe Köngernheimer Klatschblatt)