Rekordverdächtiger Frühstart: Weingut Brüder Dr. Becker meistert „Turbolese“ | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Ein heißer Sommer sorgte beim Weingut Brüder Dr. Becker für einen historischen Frühstart der Weinlese. Mit einer internationalen Lesetruppe und kerngesunden Trauben blickt das Team in Ludwigshöhe auf eine sehr erfolgreiche „Turbolese“ zurück.

Rekordverdächtiger Frühstart: Weingut Brüder Dr. Becker meistert „Turbolese“

Die klimatischen Bedingungen des Jahres 2026 haben die Winzer in Rheinhessen vor besondere logistische Herausforderungen gestellt. Bedingt durch eine frühe Rebblüte und einen außergewöhnlich heißen, sonnenreichen Sommer beschleunigte sich die Reife der Trauben derart, dass das Weingut Brüder Dr. Becker in Ludwigshöhe so früh wie noch nie in seiner Geschichte mit der Ernte beginnen musste. Wie das Weingutsteam in seinem aktuellen Herbstbrief berichtet, erforderte dies eine schnelle strategische Neuplanung.

Vom Frühstart zur internationalen Turbolese

Bereits am 24. August fiel der Startschuss mit der Lese des Spätburgunder Sektgrundweins sowie des Rosés. Kurz darauf sorgte ein lang ersehnter Regenguss Ende August für den entscheidenden Schub: Die rund 20 Liter Niederschlag verbesserten nicht nur die Saftausbeute, sondern ließen die unterschiedlichen Rebsorten nahezu zeitgleich reifen. Was folgte, war eine regelrechte „Turbolese“. Innerhalb von nur drei Wochen brachte eine engagierte internationale Lesetruppe mit Helfern aus Polen, Rumänien, Georgien sowie verschiedenen deutschen Regionen die gesamte Haupternte ein.

Fokus auf Handarbeit und Bilderbuch-Trauben

Trotz des rasanten Tempos stand die Qualität für das Weingut bei jedem Arbeitsschritt an erster Stelle. Die Trauben wurden vollständig per Hand geerntet, um durch gezielte Selektion und Staffellese den hohen Ansprüchen der verschiedenen Weinstile gerecht zu werden. Das Winzer-Team zeigte sich dabei besonders begeistert vom Zustand des Leseguts: Die Trauben präsentierten sich in einer absoluten Bilderbuchqualität und nahezu komplett frei von Fäulnis (Botrytis). Diese makellose Gesundheit der Früchte ist besonders für die Produktion der ungeschwefelten Natur- und Orangeweine der hauseigenen „PURE“-Linie eine zwingende Grundvoraussetzung.

Während die weißen und roten Jungweine nun im Keller in Holzfässern und Edelstahltanks ihre nötige Zeit zum behutsamen Reifen bekommen, steht draußen im Weinberg noch ein letzter Höhepunkt an: Für die zweite Oktoberwoche ist die Lese der edelsüßen Auslese- und Beerenauslese-Spezialitäten, unter anderem vom Riesling am Tafelstein, geplant.

Quelle: Herbstbrief 2026