Im Bereich von Rheinkilometer 474,00 bei Ludwigshöhe kam es seit dem Vormittag des 10. Oktober 2026 zu insgesamt vier Festfahrungen von Großfahrzeugen. Drei der Motorschiffe konnten sich nach den Vorfällen selbstständig befreien, wobei keine nennenswerten Schäden entstanden. Am Morgen des 11. Oktober ereignete sich jedoch eine weitere Festfahrung, die weitreichendere Konsequenzen nach sich zieht. Ein Tankmotorschiff, beladen mit 250 Tonnen Wasserstoff, kam auf Talfahrt an der linksrheinischen Seite der Fahrrinne fest.
Eingeschränkte Durchfahrtsbreite und Schifffahrtsperre
Durch das festgefahrene Tankmotorschiff ist die Durchfahrtsbreite des Rheins in diesem Abschnitt stark eingeschränkt. Als Reaktion darauf hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Oberrhein (WSA-Oberrhein) eine Schifffahrtsperre für Großfahrzeuge mit Überbreite verhängt. Diese Sperre erstreckt sich vom Hafen in Gernsheim bis zur Mainspitze bei Mainz.
Ursachenforschung läuft
Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache der einzelnen Festfahrungen dauern derzeit noch an. Es wird auch geprüft, ob eine mögliche Untiefe in diesem Bereich des Rheins zu den Vorfällen beigetragen haben könnte. Das Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik, Abteilung Wasserschutzpolizei, führt die Untersuchungen durch.
Weitere Informationen
Für Rückfragen stehen die WSP-Station Mainz unter der Telefonnummer 06131-83350 oder die Abteilung Wasserschutzpolizei des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik unter 06131-65 83023 zur Verfügung. Eine E-Mail kann an ppelt.wsp.pressestelle@polizei.rlp.de gesendet werden.