Gut gerüstet für den Ernstfall: Katastrophenschutz übt Unwetter-Szenario | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Beim landesweiten Katastrophenschutztag übten Einsatzkräfte im Kreis Mainz-Bingen den Ernstfall eines schweren Unwetters. Landrat Thomas Barth und Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Yannick Georges zogen ein durchweg positives Fazit.

Gut gerüstet für den Ernstfall: Katastrophenschutz übt Unwetter-Szenario

Draußen herrschte bestes sommerliches Wetter, doch in den Einsatzplänen zog ein ausgeprägtes Tiefdruckgebiet mit einer schnellen Kaltfront aus Frankreich über Rheinland-Pfalz hinweg. Dieses angenommene Szenario bildete die Grundlage für den landesweiten Übungstag im Katastrophenschutz, an dem sich auch der Landkreis Mainz-Bingen intensiv beteiligte.

Extreme Wetterlage als fiktive Herausforderung

Das Übungsdrehbuch sah drastische Bedingungen vor: Angenommen wurden eine neue Regenfront mit Starkregen von lokal 60 bis 100 Millimetern innerhalb von sechs Stunden, schwere Sturmböen mit bis zu 120 Stundenkilometern sowie kräftige Gewitter mit erhöhtem Blitzaufkommen. Auf diese fiktive Gefahrenlage bereiteten sich die Feuerwehren in insgesamt sechs Kommunen des Landkreises vor. Die lokalen Übungsszenarien wurden in den Städten Bingen und Ingelheim sowie in den Verbandsgemeinden Sprendlingen-Gensingen, Gau-Algesheim, Nieder-Olm und Rhein-Selz abgearbeitet.

Zentral koordiniert wurde das gesamte Geschehen aus dem Katastrophenschutzzentrum des Landkreises, wo alle Fäden bei der technischen Einsatzleitung (TEL) zusammenliefen. Unterstützt wurde die TEL vor Ort durch Fachberater des THW und des Gesundheitswesens sowie durch das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr.

Erfolgreiche Zusammenarbeit und funktionierende Kommunikation

Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Yannick Georges zeigte sich im Anschluss sehr zufrieden mit dem Verlauf der groß angelegten Übung. Er betonte, dass die Kommunikationsstrukturen und der Lageabgleich mit den einzelnen Gemeinden reibungslos funktioniert hätten. Auf dieser verlässlichen Basis konnten entsprechende Lagemeldungen an das Landesamt übersendet und konkrete Anforderungen für überregionale Hilfe formuliert werden. Zudem erarbeiteten die Einsatzkräfte kurz-, mittel- und langfristige Planungsziele für die fiktiven nächsten 24 bis 48 Stunden des Einsatzes.

Auch Landrat Thomas Barth lobte die Stärkung der organisationsübergreifenden Zusammenarbeit und dankte allen beteiligten Einsatzkräften für ihr Engagement. Der Landrat beobachtete die strategischen Abläufe der Übung gemeinsam mit Mitgliedern des Verwaltungsstabes und des Infotelefons des Landkreises. Als besonderer Gast begleitete zudem Oberst Michael Trautermann vom Landeskommando Rheinland-Pfalz der Bundeswehr das Geschehen.