Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) gibt es einen ersten großen Lichtblick für die Region. Wie das Veterinäramt mitteilt, hat die EU-Kommission dem gemeinsamen Antrag der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen stattgegeben, die Restriktionszonen in Teilbereichen zurückzustufen. Dies betrifft vor allem das Gebiet zwischen Bingen, dem Lennebergwald und Mainz. Dort wird die bisherige „Sperrzone II B“ zur „Sperrzone I“ herabgestuft; Gebiete, die bereits der Zone I angehörten, gelten fortan als ASP-frei.
Wichtiger Hinweis: Keine Entwarnung für den Süden
Trotz dieses Erfolges mahnen die Verantwortlichen zur Vorsicht, da die Lockerungen geografisch stark begrenzt sind. Ein wesentlicher Teil des Landkreises ist von diesen Erleichterungen ausdrücklich ausgenommen:
In den Gebieten von Laubenheim über Bodenheim und Oppenheim bis hin nach Guntersblum bleiben die bestehenden Restriktionen weiterhin unverändert in Kraft.
Das Kerngebiet am Oppenheimer Wäldchen behält vorerst seinen Status als Sperrzone II A.
Die Behörden hoffen hier auf eine erfolgreiche Rückstufung im September 2026, sofern die Bekämpfungsmaßnahmen weiterhin greifen.
Was sich ändert – und was bleibt Für den Bereich Bingen/Mainz werden in den kommenden drei Wochen die genauen verwaltungsrechtlichen Erleichterungen für Landwirte, Jäger und die Bevölkerung erarbeitet. Dennoch gilt auch in der neuen Sperrzone I:
Die Zäune sowie die Anleinpflicht für Hunde in Waldgebieten bleiben für mindestens weitere 12 Monate bestehen.
Das Wegegebot muss zwingend eingehalten werden.
Die verstärkte Bejagung von Schwarzwild wird fortgesetzt.
Landrat Thomas Barth und der Leiter des Veterinäramtes, Dr. Markus Wacker, danken allen Beteiligten – von den Suchteams bis zu den Drohnenpiloten – für die konstruktive Arbeit. Das Ziel, die gesamte Region als ASP-frei deklarieren zu können, wird laut Experten frühestens im Jahr 2027 erreicht werden.