Die Rhythmische Sportgymnastik (RSG) des TSV Mommenheim hat sich nach der Auflösung der SKG Sprendlingen neu aufgestellt und blickt optimistisch auf die anstehenden Bundesliga-Wettkämpfe. Das Team, das am 24. Oktober in Nürnberg in die Saison startet, präsentierte sich bereits erfolgreich beim internationalen Obuda Cup in Budapest.
Starke Neuzugänge und erfahrene Talente
Nachdem die SKG Sprendlingen, die das Mommenheimer Team in den letzten drei Jahren komplettierte, sich zum 1. Juli aufgelöst hatte, stand der TSV Mommenheim vor der Herausforderung, eine neue schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen. Dem Verein gelang es, den Kader erheblich zu verstärken. Zu den etablierten Stammgymnastinnen Sophia Klören, Mila Steinbeck, Nelly Bikar, Nadiia Kobalchuk, Vasylisa Grynyuk und Merle Walter aus dem Nachwuchsbereich gesellen sich prominente Neuzugänge.
Blanka Gyulai, ein ehemaliges Mitglied der ungarischen Nationalmannschaft und inzwischen für das portugiesische Nationalteam aktiv, ist seit drei Jahren Teil des Teams und ein Garant für hohe Punktwertungen. Ebenso verstärkt Emilia Pticyn, die auch für Eintracht Frankfurt turnt, die Mannschaft seit zwei Jahren. Neu hinzugekommen sind Anna Marchuk und Vira Sapolko aus Hannover, beide stammen aus der Ukraine und wurden in Kiew ausgebildet. Sie sind eng mit der TSV-Mannschafts- und Landestrainerin Sofia Petimko befreundet. Sofia Petimko, selbst ehemalige Gymnastin der ukrainischen Nationalmannschaft, hat eine beeindruckende Trainerlaufbahn hingelegt und besitzt das internationale FIG-Brevet im Kampfrichterwesen. Zwei weitere Anfragen aus Tübingen, Valerie Fitis und Uljana Aselbor, komplettieren den Kader auf nunmehr zwölf Gymnastinnen. Uljana Aselbor gehört seit 2025 dem Bundeskader an.
Erfolgreicher internationaler Auftakt in Budapest
Die intensive Vorbereitung begann bereits in den letzten beiden Wochen der Sommerferien. Unter der akribischen Leitung von Sofia Petimko absolvierte das Team ein zweitägiges Intensivtraining in Budapest, bevor es am letzten Septemberwochenende beim internationalen Obuda Cup an den Start ging. Trotz des frühen Saisonzeitpunkts und noch nicht reibungslos sitzender risikoreicher Elemente hinterließen die Gymnastinnen mit ihren ästhetisch starken Darbietungen einen bleibenden Eindruck. Im hochkarätigen internationalen Teilnehmerfeld aus Lettland, Tschechien, Kroatien, Österreich, der Ukraine und Ungarn erzielten die Mommenheimerinnen zahlreiche Medaillenränge – ein vielversprechender Auftakt.
Vorbereitung auf die Bundesliga
Die anstehenden Herbstferien werden nun intensiv für den Feinschliff im Training genutzt. Ein weiterer wichtiger Testwettkampf steht am 17. und 18. Oktober in Bochum an. Richtig ernst wird es am 23. Oktober, wenn die Mannschaft zum ersten Qualifikationswettkampf der 2. Bundesliga nach Nürnberg aufbricht. Der TSV Mommenheim startet in der Gruppe B und trifft dort auf starke Konkurrenz, darunter die Absteiger aus der 1. Bundesliga, der TV St. Wendel und die SG Seckbach. Seit 2019 ist das Team in der 2. Liga aktiv und konnte sich stets gut behaupten, einschließlich der Teilnahme am Relegationswettkampf zur 1. Liga in Bremen im Jahr 2023. Die Mannschaft ist hochmotiviert und freut sich auf die bevorstehenden Wettkämpfe.