Am gestrigen Samstag löste sich am sogenannten „Rotenberg“ ein massiver Felsbrocken, der den steilen Abhang hinunterrollte und beim Aufprall auf der Landesstraße in zwei Teile zerbrach. Polizei und Feuerwehr waren umgehend im Einsatz, um die Gefahrenstelle abzusichern. Obwohl die Trümmer die Fahrbahn blockierten, kamen laut Berichten keine Personen zu Schaden.
Frost als Auslöser für das Unglück
Bei einer Begehung am Sonntagmorgen erläuterte Ortsbürgermeister René Adler (FWG) die Ursache des Vorfalls beim SWR. Durch eine vorangegangene strenge Frostperiode dehnte sich gefrierendes Wasser im Gestein aus und sprengte den Felsbrocken förmlich aus dem Hang.
Ein besonderes meteorologisches Phänomen verhinderte zudem, dass der Stein – wie unter normalen Umständen zu erwarten – im Matsch des Hangs stecken blieb. Da der Boden extrem tief gefroren und dadurch steinhart war, wirkte die darunterliegende Wiese wie eine Rutschbahn. Dies verlieh dem Fels genug Schwung, um über die Kante bis auf die Straße zu stürzen.
Langfristige Sperrung und Sicherheitsmaßnahmen
Obwohl die gefährlichsten und steilsten Abschnitte des Hangs bereits mit Steinkörben (Gabionen) gesichert sind, ereignete sich der Abbruch an einer bisher ungesicherten Stelle. Die Gemeinde arbeitet nun unter Hochdruck daran, auch den restlichen Hangbereich weiter abzusichern.
Für Pendler bedeutet dies weiterhin Einschränkungen: Die Vollsperrung der L431 bleibt mindestens für die gesamte nächste Woche bestehen. Dies gilt ausdrücklich auch für Fahrradfahrer, da die Gefahr weiterer Abbrüche derzeit nicht vollständig ausgeschlossen werden kann.
Quelle: Sperrung L431 bei Nackenheim wegen Lebensgefahr nach Felssturz - SWR Aktuell