eschichte lebendig halten und aus der Vergangenheit lernen – unter diesem Leitgedanken lädt der Geschichtsverein Nierstein e. V. zu einer besonderen Veranstaltung ein. Im Rahmen des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus steht ein Verein im Fokus, dessen Identität eng mit seiner jüdischen Geschichte verknüpft ist: der 1. FSV Mainz 05.
Vom „Judenverein“ zur Gleichschaltung
Der Name des jüdischen Kaufmanns Eugen Salomon ist heute vielen Fußballfans ein Begriff, doch er war bei weitem nicht der einzige jüdische „Nullfünfer“. Tatsächlich galt der Verein während der Zeit des Nationalsozialismus lange als „Judenverein“. Der Referent Nils Friedrich hat sich auf die Spuren dieser vergessenen Mitglieder begeben und stellt in seinem Vortrag die Lebenswege dreier ausgewählter jüdischer Vereinsmitglieder vor. Dabei gibt er tiefe Einblicke in die Situation des Vereins bis zum Jahr 1933 und die darauffolgenden Herausforderungen während der sogenannten „Gleichschaltung“.
Raum für Diskussion und Austausch
Der Abend soll jedoch nicht nur reine Wissensvermittlung sein. Im Anschluss an den Vortrag sind alle Anwesenden herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen und sich über die Bedeutung der Erinnerungsarbeit in der heutigen Zeit auszutauschen.
Die Veranstaltung kompakt
Termin: Dienstag, 27. Januar 2026
Beginn: 19:00 Uhr
Ort: AWO-Begegnungsstätte (Haus der Gemeinde), Gutenbergstraße 11, Nierstein
Eintritt: Der Eintritt ist frei, der Geschichtsverein bittet jedoch um eine Spende zur Unterstützung seiner Arbeit