Es sollte ein Ort der Begegnung, des Zuhörens und der Buntheit sein – doch am vergangenen Wochenende wurde die Niersteiner „Babbelbank“ Opfer blinder Zerstörungswut. In der Nacht von Freitag, den 6. März, auf Samstag, den 7. März 2026, haben unbekannte Täter das Stadtmöbel massiv mit roter Farbe besprüht.
Regenbogenfarben komplett verdeckt
Der Schaden ist weithin sichtbar: Von der markanten Regenbogenoptik, die die Bank seit ihrer Einweihung Ende Oktober zierte, ist nach der nächtlichen Schmieraktion nichts mehr zu erkennen. Die Bank, die als sichtbares Zeichen für Toleranz und das Miteinander im öffentlichen Raum aufgestellt wurde, ist nun bis zur Unkenntlichkeit entstellt.
Polizei eingeschaltet – Anzeige folgt
Stadtbürgermeister Jochen Schmitt zeigte sich über den Vorfall bestürzt und handelte umgehend. Er teilte mit, dass der Vandalismus bereits der Polizeiinspektion Oppenheim gemeldet wurde. Als nächster rechtlicher Schritt wird die Stadt am kommenden Montag offiziell Anzeige gegen unbekannt erstatten.
Ein Geschenk für die Gemeinschaft
Besonders schmerzlich wiegt die Tat auch aufgrund des Hintergrunds der Bank: Sie war ein Geschenk des Migrationsbeirats im Landkreis Mainz-Bingen. Die „Babbelbank“ sollte Menschen dazu einladen, Platz zu nehmen und ungezwungen ins Gespräch zu kommen – unabhängig von Herkunft oder Hintergrund. Dieser Gedanke der Offenheit wurde durch die Sachbeschädigung nun buchstäblich unter einer Farbschicht begraben.
Die Stadt hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung, um die Verantwortlichen für diesen Akt des Vandalismus ausfindig zu machen.