Frischluft statt Gruppenzimmer: Die neue Naturkita in Schwabsburg steht in den Startlöchern | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Ein spannendes Bauprojekt am Schwabsburger Sportplatz biegt auf die Zielgerade ein. Wo früher lediglich Vereinsutensilien lagerten, entsteht derzeit ein pädagogischer Raum, der das Spiel im Freien zum Programm macht. Schon nach den Sommerferien solle

Frischluft statt Gruppenzimmer: Die neue Naturkita in Schwabsburg steht in den Startlöchern

In Schwabsburg wird derzeit kräftig umgedacht und umgebaut. Das Ziel des Vorhabens: Eine Einrichtung zu schaffen, die den klassischen Gruppenraum gegen die Weite der Natur tauscht. In der Nähe des Sportplatze werden dafür zwei Bestandsgebäude reaktiviert, die in ihrem früheren Leben als Lagerfläche dienten.

Vom Lagerhaus zum Lichtblick

Die Verwandlung der rund 80 Quadratmeter umfassenden Innenfläche ist bereits in vollem Gange. Um aus den ehemaligen Zweckbauten freundliche Räumlichkeiten zu machen, wurden großzügige Fensterelemente integriert; die schweren Rolltore müssen modernen Terrassentüren weichen. Trotz des Fokus auf das Naturerlebnis wird die Technik nicht vernachlässigt: Neben einer komplett neuen Sanitäreinheit und moderner Heiztechnik ist die Kita bereits an das Glasfaser-Internet angebunden, um auch die Verwaltungsarbeit effizient vor Ort erledigen zu können.

Draußen zu Hause: Das pädagogische Konzept

Das Herzstück der neuen Kita ist zweifellos das weitläufige Außengelände, das sich über eine Fläche von mehr als 2.000 Quadratmetern erstrecken wird. Hier steht das unmittelbare Naturerlebnis im Vordergrund. Die Planung sieht vor, dass die Kinder ihren Alltag bei fast jeder Wetterlage unter freiem Himmel verbringen. Die Innenräume dienen primär als Rückzugsort bei extremer Witterung.

Das Gelände wird dabei Schritt für Schritt zum Entdeckerparadies ausgebaut:

  • Natürliche Gestaltung: Ein aus Erdaushub geformter Spielhügel sowie neue Baumpflanzungen ergänzen den alten Baumbestand.

  • Tierische Nachbarn: Geplant ist die Integration von Kleintieren wie Hühnern oder Hasen, während auf den angrenzenden Wiesen bereits Pferde grasen.

  • Selbstversorgung: Eigene Beete sollen den Kindern zeigen, wie Gemüse wächst und geerntet wird.

Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das rund 300.000 Euro teure Vorhaben mit einer Fördersumme von 170.000 Euro. Das Interesse an diesem besonderen Arbeitsumfeld scheint groß zu sein: Für das vierköpfige Team liegen bereits zahlreiche Bewerbungen vor.

Insgesamt bietet die Einrichtung Platz für 20 Kinder ab drei Jahren. Eltern, die sich für dieses naturnahe Betreuungsmodell interessieren, können ihre Anmeldung bereits jetzt über das Online-Portal der Verbandsgemeinde Rhein-Selz vornehmen.