In Sichtweite ihrer bereits befreiten Heimat wurden sie in den letzten Stunden der nationalsozialistischen Herrschaft hingerichtet. Zum 81. Jahrestag des NS-Verbrechens auf dem Kornsand lädt der Arbeitskreis Kornsand am 21. März 2026 zur jährlichen Gedenkfeier am rechtsrheinischen Mahnmal ein.
Blutige Bilanz der letzten Kriegstage
Am 21. März 1945 fielen sechs Hitler-Gegner dem Fanatismus des untergehenden Regimes zum Opfer. Die Männer wurden grausam misshandelt, mussten ihre eigenen Gräber schaufeln und wurden schließlich von einem 18-jährigen Leutnant der Wehrmacht ermordet. Der Arbeitskreis erinnert namentlich an:
Cerry und Johann Eller aus Nierstein.
Jakob Schuch aus Nierstein.
Nikolaus Lerch aus Nierstein.
Georg Eberhardt aus Nierstein.
Rudolf Gruber aus Oppenheim.
Programm der Gedenkstunde
Die feierliche Zeremonie beginnt um 18:00 Uhr direkt am Gedenkstein auf dem Kornsand. Die Ansprache hält in diesem Jahr Martina Ruppert-Kelly, die Leiterin der Gedenkstätte KZ Osthofen. Musikalisch wird die Stunde von der Jugendmusikschule Oppenheim begleitet. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit der Städte Nierstein und Oppenheim, der Gemeinde Trebur sowie der örtlichen Geschichtsvereine statt.
Mahnung für die Gegenwart
„Den Toten zum Gedächtnis, den Lebenden zur Mahnung, damit, was hier geschah, sich nie wiederhole“ – dieses Leitmotiv der Gedenkstätte ist heute aktueller denn je. Ziel der Zusammenkunft ist es, dem Vergessen Einhalt zu gebieten und rechtsradikale Tendenzen in die Schranken zu weisen.
Hinweise zur Anreise
Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der linksrheinischen Seite wird empfohlen, die Rheinfähre um 17:20 Uhr zu nutzen, um rechtzeitig am Gedenkstein einzutreffen.