Viel zu viele Elektrogeräte und Alltagsgegenstände landen vorzeitig im Müll oder auf dem Wertstoffhof, weil eine gewerbliche Reparatur durch Handwerksbetriebe oft mit einem zu hohen Zeit- und Kostenaufwand verbunden ist. Um diesem Trend entgegenzuwirken und lieb gewonnenen Gegenständen ein zweites Leben zu schenken, plant die Stadt Nierstein nun die Gründung eines eigenen Repair-Cafés.
Ressourcenschonung und Nachbarschaftstreffpunkt
Das Projekt verfolgt gleich mehrere Ziele. Neben der offensichtlichen Ressourcenschonung, die durch die verlängerte Lebensdauer der Gegenstände die Umwelt und den eigenen Geldbeutel entlastet, soll vor allem das lokale Miteinander gestärkt werden. Das Repair-Café soll sich zu einem neuen Treffpunkt in der Nachbarschaft entwickeln, an dem Menschen zusammenkommen, sich austauschen und voneinander lernen können.
Die Initiatoren betonen zudem ausdrücklich, dass das Konzept keine Konkurrenz für das örtliche Handwerk darstellt. Die geplanten Instandsetzungen erfolgen gemeinsam mit den jeweiligen Besitzern der Gegenstände und basieren auf Spendenbasis.
Vielseitiges Team gesucht
Um das Projekt erfolgreich auf die Beine zu stellen, sucht die Stadt nun nach Freiwilligen, die das Café eigenverantwortlich und mit städtischer Unterstützung betreiben möchten. Willkommen ist ein breites Spektrum an Fähigkeiten:
Hobbytüftler und Handwerker, die Zeit und praktisches Wissen für die Reparatur kleiner, transportabler Alltagsgegenstände mitbringen.
Handarbeitsbegeisterte, die sich um die Ausbesserung von Kleidung und Textilien kümmern.
Elektro-Fachkräfte, die zwingend benötigt werden, um Elektrokleingeräte sicher und fachgerecht auf Fehler zu überprüfen.
Organisationstalente, die den reibungslosen Ablauf bei der Anmeldung und die Café-Bewirtung übernehmen.
Erstes Organisationstreffen im Rathaus
Das erste unverbindliche Treffen für alle Interessierten findet am Donnerstag, dem 10. September 2026, um 19:00 Uhr statt. Treffpunkt ist das Rathaus Nierstein in der Bildstockstraße 10. Wer Ideen einbringen oder einfach nur zuhören möchte, kann spontan vorbeikommen – eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Für Rückfragen im Vorfeld steht Michael Sander, der Beigeordnete für Umwelt und Soziales der Stadt Nierstein, per E-Mail (Kultur-Umwelt-Soziales@nierstein.de) zur Verfügung.