Wer in diesen Tagen den Blick über die Dächer von Nierstein und Schwabsburg schweifen lässt, entdeckt glänzende Neuzugänge: Die Stadt treibt ihre lokale Energiewende konsequent voran. Seit Dezember 2025 werden vier stadteigene Gebäude – darunter Bürgerhäuser und Kindertagesstätten – mit modernen Photovoltaikanlagen ausgestattet. In den kommenden Wochen folgen nun die Installation der Stromspeicher und die abschließenden Kabelarbeiten im Gebäudeinneren.
Effiziente Technik für Kitas und Bürgerhäuser Das Projekt umfasst die Installation von insgesamt 216 hochwertigen Solarmodulen sowie leistungsstarken 95 kW-Stromspeichersystemen. Die Auswahl der Technik erfolgte bereits im Vorfeld durch eine öffentliche Ausschreibung unter Begleitung einer Fachfirma. Besonders beeindruckend sind die prognostizierten Eigenstromversorgungswerte: Die Kita Roßberg in Nierstein und die Schloss-Kita in Schwabsburg werden künftig einen Stromautarkiegrad von bis zu 64 Prozent erreichen.
Signifikante Entlastung für Umwelt und Haushalt Die Bilanz der Maßnahme ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch wegweisend. Jährlich werden ca. 53.000 kWh Energie eingespart, was den städtischen Haushalt um schätzungsweise 12.000 bis 13.000 Euro entlastet. Gleichzeitig verbessert sich die Klimabilanz der Stadt erheblich, da pro Jahr 42,4 Tonnen CO2 vermieden werden. „Auf die Mindestlaufzeit von 25 Jahren gerechnet, werden wir die Umwelt effektiv um mindestens 1.060 Tonnen CO2 entlasten“, erklärt Michael Sander, der für Umwelt- und Klimaschutz verantwortliche Beigeordnete.
Erfolgreiches Miteinander und starke Förderung Möglich wurde die Investition vor allem durch die Bereitstellung von KIPKI-Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von über 240.000 Euro. Beigeordneter Sander dankte in diesem Zusammenhang dem Stadtrat und dem Klimaausschuss für die weitsichtigen Beschlüsse sowie der Firma HomE (Wertheim) und dem Ingenieurbüro AHI (Klein-Winternheim) für die technische Umsetzung. Auch die unbürokratische Zusammenarbeit mit der Verwaltung der VG Rhein-Selz hob Sander lobend hervor. Mit diesem Meilenstein zeigt Nierstein, wie ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Vernunft Hand in Hand gehen können.