Anlässlich seines 200. Todestages rückt der Komponist Carl Maria von Weber in den Mittelpunkt eines Vortragsabends in Nierstein. Die lokale Kolpingsfamilie lädt für Mittwoch, den 21. Oktober 2026, um 19:00 Uhr in das Antoniushaus auf dem Kirchberg an der Kilianskirche ein. Im Rahmen des Formats „VIP in 45'“ widmet sich Jochen Settili dem Werden, Wesen und der Wirkung des Musikers, der genau vor 200 Jahren in London in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs verstarb.
Ein Vagabund und Gründer der Nationaloper
Die Biografie Webers bietet zahlreiche spannende Eckpunkte, die über sein musikalisches Schaffen hinausgehen. So erschwindelte er sich seinen Adelstitel, sprach fünf Sprachen fließend und fand sich im Laufe seines Lebens sogar im Gefängnis wieder. Galt er einerseits als ewiger Vagabund, so prägte er andererseits als Gründer der „deutschen Nationaloper“ die Musiklandschaft nachhaltig. Zudem setzte er sich für die heutige Orchestersitzordnung ein und erfand die Hinwendung zur Wertigkeit des Orchesterklanges.
Musikalische Begleitung an der Klarinette
Der 45-minütige Vortrag wird durch eine musikalische Komponente bereichert. Carl Maria von Weber schätzte den Klarinettisten Heinrich Joseph Baermann sehr und komponierte unter anderem seine berühmten Klarinettenkonzerte für ihn. Referent Jochen Settili, der selbst studierter Klarinettist ist, nutzt diese historische Vorlage und reichert den Vortrag mit passenden Live-Beispielen an.