Es war ein echtes Vorzeigeprojekt für den Zusammenhalt in der Stadt, doch nun trübt blinde Zerstörungswut die Freude. Wie Stadtbürgermeister Jochen Schmitt aktuell mitteilt, wurde die neue Wasser- und Matschspielanlage auf dem Niersteiner Bolzplatz innerhalb kürzester Zeit bereits zweimal mutwillig beschädigt.
Anlage vorübergehend außer Betrieb
Die Folgen des Vandalismus sind für die jüngsten Bürgerinnen und Bürger der Stadt besonders bitter: Der beliebte Wasserspielplatz, der erst am 22. Juli dieses Jahres feierlich eingeweiht wurde, kann derzeit nicht genutzt werden und bleibt bis auf Weiteres außer Betrieb. Der städtische Bauhof muss nun zunächst mehrere zerstörte Bauteile austauschen und reparieren, bevor das ungetrübte Matschvergnügen wieder freigegeben werden kann.
Die Vorfälle wiegen umso schwerer, da die Realisierung des Spielangebots ein echter bürgerschaftlicher Kraftakt war, der oft als Paradebeispiel für den „Niersteiner Gemeinsinn“ gelobt wurde. Zur Finanzierung trug maßgeblich ein von der Firma Eiffage und Hannah Deigmöller initiierter Spendenlauf bei, der über 5.700 Euro in die Kasse spülte und somit mehr als 40 Prozent der Gesamtkosten deckte.
Stadtverwaltung bittet um Hinweise
Um die Verantwortlichen für die Zerstörung zur Rechenschaft ziehen zu können, wendet sich die Stadtspitze nun mit einem eindringlichen Aufruf an die Öffentlichkeit. Die Stadtverwaltung bittet alle Niersteinerinnen und Niersteiner um Mithilfe und erhöhte Aufmerksamkeit. Wer in der jüngsten Vergangenheit rund um den Bolzplatz verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder konkrete Hinweise zu den Verursachern geben kann, wird gebeten, sich umgehend mit der Niersteiner Stadtverwaltung in Verbindung zu setzen.