Zusammen für die Demokratie: Elfriede Hexemer stiftet Bank für den Niersteiner Marktplatz | Aktuelle Nachrichten und Informationen

„Zusammensetzen für Freiheit und Demokratie“: Anlässlich ihres 80. Geburtstags am 14. August hat das frühere Gemeinderatsmitglied Elfriede Hexemer eine besondere Bank für den Niersteiner Marktplatz gestiftet, die zum Dialog einladen soll.

Zusammen für die Demokratie: Elfriede Hexemer stiftet Bank für den Niersteiner Marktplatz

Ein neues Möbelstück ziert den Niersteiner Marktplatz und trägt dabei eine wichtige gesellschaftliche Botschaft: Eine frisch eingeweihte Bank wirbt ab sofort für die Demokratie und den offenen Dialog. Gestiftet wurde das symbolträchtige Sitzmöbel von dem früheren Gemeinderatsmitglied Elfriede Hexemer.

Spenden statt Geschenke zum 80. Geburtstag

Anlässlich ihres 80. Geburtstags am 14. August verzichtete Hexemer auf persönliche Geschenke und bat stattdessen um Spenden für ein Projekt in ihrer Heimatstadt. Das Ergebnis dieser Aktion wurde nun offiziell der Stadt übergeben. Die Bank trägt die deutliche Aufschrift „Zusammensetzen für Freiheit und Demokratie“ und wurde von dem Schwetzinger Designer Klaus-Peter Deimann gestaltet. Deimann ist unter anderem dafür bekannt, das Projekt der Schwetzinger Motivbänke ins Leben gerufen zu haben, die Ereignisse aus der dortigen Stadtgeschichte zeigen.

Ein Zeichen für mehr Miteinander

Mit der Spende verbindet die Stifterin ein klares Anliegen an ihre Mitbürger. „Unsere Gesellschaft im Kleinen wie im Großen braucht die Begegnung und den Austausch, das Miteinander Reden, das gegenseitige Verstehen“, betont Hexemer. Mit der Bank wolle sie ein Zeichen und eine Aufforderung aussenden, sich zusammenzusetzen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Elfriede Hexemer blickt selbst auf ein langes politisches Engagement in der Stadt zurück. Sie war zehn Jahre lang Mitglied im Rat, engagierte sich über lange Zeit im Sozialausschuss und zog im Jahr 1994 als erste Frau in den Bauausschuss ein.

Ein historisches Datum

Dass ihr runder Geburtstag ausgerechnet auf den 14. August fällt, verleiht der Spende eine zusätzliche, historische Dimension. An diesem Datum im Jahr 1919 wurde die zuvor von der Weimarer Nationalversammlung beschlossene Verfassung verkündet. Deutschland wurde zur Republik, Schwarz-Rot-Gold wurden ihre Farben und Frauen erhielten zum ersten Mal das aktive und passive Wahlrecht. Stadtbürgermeister Jochen Schmitt würdigte diesen historischen Kontext und den Einsatz für die demokratischen Grundwerte: „Das war dringend notwendig und eine Stärkung unserer Demokratie.“