In einer Zeit, in der das demokratische Miteinander oft auf die Probe gestellt wird, zeigte Oppenheim, wie sich die Grundlagen der Demokratie im Alltag stärken lassen. Die Kreisvolkshochschule Mainz-Bingen (kvhs) hatte am 25. September gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Rhein-Selz zu einer "Langen Nacht der Demokratie" in das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum eingeladen. Im Mittelpunkt stand das Konzept der "Demokratie-Fitness", das ursprünglich aus Dänemark stammt und vom Verein Mehr Demokratie e.V. weiterentwickelt wurde. Statt auf Hanteln setzte man hier auf das Training von Empathie, Kompromissfähigkeit und Aktivismus – Fähigkeiten, die nicht nur in Parlamenten, sondern auch in Familie, Beruf, Verein und Nachbarschaft gefragt sind.
Muskeln für die Demokratie: Empathie, Kompromiss und Aktivismus
Unter der fachkundigen Anleitung von zwei lizenzierten Trainerinnen und Trainern wurden an diesem Abend drei zentrale "Muskeln" der Demokratie trainiert: Empathie, Kompromiss und Aktivismus. Die Teilnehmenden übten sich im aktiven Zuhören, im Erkennen eigener Denkmuster und darin, wie eine innere Haltung zu konkretem Handeln werden kann. Dabei ging es weniger um trockenes Faktenwissen als vielmehr um praktische Fertigkeiten, die das tägliche Miteinander bereichern und stärken. Die Veranstaltung zeigte auf spielerische Weise, dass Demokratie im Kleinen beginnt – beim Zuhören, Diskutieren, gemeinsamen Lösungen Finden und Verantwortung Übernehmen.
Markt der Demokratie und Ausstellung als Zeichen des Zusammenhalts
Für Abwechslung zwischen den Trainingseinheiten sorgte ein "Markt der Demokratie" in den Pausen. Hier konnten die Gäste an einem Einbürgerungstest und einem Europa-Quiz teilnehmen, sich an einem Büchertisch informieren oder am Stand des Zukunftstisches 2030 über das Thema Fake News austauschen. Demokratie-Bierdeckel luden zusätzlich zum Nachdenken ein. Eine begleitende Ausstellung unter dem Titel "Zeig Gesicht für Demokratie, Toleranz und Respekt - heute, morgen, jeden Tag" setzte ein sichtbares Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und bot weiteren Gesprächsstoff. Bis zum Schluss hielt die Gruppe durch, was das Engagement der Teilnehmenden für ein lebendiges demokratisches Miteinander unterstrich.
Quelle: kvhs-mainz-bingen.de