Dunkles Kapitel der Weingeschichte: OGV beleuchtet das Schicksal jüdischer Weinhändler | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Am 26. Februar 2026 lädt der Oppenheimer Geschichtsverein zu einem Vortrag über die NS-Weinpropaganda und die systematische Verdrängung jüdischer Händler ein. Einblicke in ein forciertes Kapitel rheinhessischer Geschichte.

Dunkles Kapitel der Weingeschichte: OGV beleuchtet das Schicksal jüdischer Weinhändler

Die Geschichte des Weinbaus in Rheinhessen hat auch Schattenseiten, die bis heute nachwirken. Der Oppenheimer Geschichtsverein (OGV) widmet sich am Donnerstag, den 26. Februar 2026, einem besonders sensiblen Thema: der Ausschaltung des jüdischen Weinhandels während des Nationalsozialismus.

Propaganda und Ausgrenzung Unter dem Titel "Rassenwahn und nationalsozialistische Weinpropaganda – die Ausschaltung des jüdischen Weinhandels im 3. Reich" referiert Dr. Christof Krieger, Leiter des Mittel-Mosel-Museums Traben-Trarbach. Im Fokus steht die Zeit der letzten Friedensjahre des NS-Regimes. Damals entfalteten die Nationalsozialisten unter der Parole „Wein ist Volksgetränk“ eine massive Absatzkampagne, von der jüdische Händler jedoch konsequent ausgeschlossen blieben.

Folgen für Rheinhessen Lange vor der offiziellen „Arisierung“ gerieten jüdische Bürger, die in Rheinhessen oft seit Generationen im Weinhandel tätig waren, ins Visier der Ideologen. Der Vortrag erläutert die Ursachen und Folgen dieser gezielten Verdrängung sowohl unter rassenideologischen als auch unter ökonomischen Gesichtspunkten.

Veranstaltungsdetails Der Abend beginnt um 19:00 Uhr im Nebengebäude des Deutschen Weinbaumuseums (Wormser Straße 49, Oppenheim).

  • Der Eintritt beträgt 7,00 Euro.

  • Im Preis enthalten ist ein Glas Wein, eine Schorle oder Wasser.

Der OGV lädt alle geschichtlich Interessierten ein, an diesem Abend mehr über dieses wichtige, regionale Kapitel der Zeitgeschichte zu erfahren.