Es gibt gute und schlechte Neuigkeiten zur Sanierung der B9 zwischen Nierstein und Oppenheim. Wie die Allgemeine Zeitung unter Berufung auf den Landesbetrieb Mobilität (LBM) Worms berichtet, liegen die Bauarbeiten voll im Zeitplan. Die Vollsperrung wird voraussichtlich wie vorgesehen am 2. August beendet.
LKW-Verkehr als Problemfaktor
Trotz des reibungslosen Baufortschritts gibt es eine maßgebliche Planänderung: Das Baufeld 4 in Oppenheim, dessen Freigabe eigentlich für den 22. Juli vorgesehen war, bleibt ebenfalls bis zum 2. August gesperrt. Der Grund dafür sind keine Bauverzögerungen, sondern schwere LKW, die trotz weiträumiger Umleitungen versuchen, den Weg durch Oppenheim zu nehmen.
Der Durchgangsverkehr ab Worms wird eigentlich großräumig über die Autobahnen A 61 und A 63 umgeleitet. Laut Bernhard Knoop, Dienststellenleiter des LBM Worms, weisen insgesamt sechs Schilder zwischen Worms Nord und Oppenheim auf die Vollsperrung hin – beginnend an der Abfahrt zur L425 Nord Zubringer und folgend an jeder weiteren Abfahrt. Knoop vermutet, dass viele Fahrer die Hinweise entweder bewusst ignorieren oder sich blind auf ihr Navigationsgerät verlassen.
Schutz der Altstadt
Die verlängerte Sperrung des Baufeldes 4 ist eine notwendige Vorsichtsmaßnahme. Würde der Bereich jetzt freigegeben, würden die fehlgeleiteten Lkw unweigerlich in der engen Oppenheimer Altstadt landen. Da dort keinerlei Wendemöglichkeiten für große Fahrzeuge bestehen, wäre die Gefahr extrem hoch, dass sich die Lastwagen festfahren und ein Verkehrschaos verursachen.