Oppenheim trauert: Zweiter Beigeordneter Raimund Darmstadt verstorben | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Die Stadt Oppenheim nimmt Abschied von ihrem zweiten Beigeordneten Raimund Darmstadt. Der AL-Politiker, der sich über Jahrzehnte für seine Heimatstadt einsetzte, verstarb am vergangenen Freitag plötzlich und unerwartet im Alter von 75 Jahren.

Oppenheim trauert: Zweiter Beigeordneter Raimund Darmstadt verstorben

Die Stadt Oppenheim trauert um Raimund Darmstadt. Der zweite Beigeordnete der Stadt verstarb am vergangenen Freitag im Alter von 75 Jahren. Mit ihm verliert Oppenheim einen überaus leidenschaftlichen und erfahrenen Kommunalpolitiker, der die Geschicke der Stadt über viele Jahre maßgeblich mitgestaltete.

Engagierter Einsatz für Umwelt und Naturschutz

In der ehrenamtlich geführten Stadtspitze verantwortete der AL-Politiker seit 2024 das Ressort Umwelt. In dieser Funktion führte er unter anderem die Verhandlungen mit dem Landkreis zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest, wobei ihm die Zugänglichkeit des Oppenheimer Wäldchens ein besonderes Anliegen war. Darüber hinaus setzte er sich im Rahmen der Starkregen- und Hochwasservorsorge intensiv für die ordnungsgemäße Grabenpflege und den Erhalt der Gewässer dritter Ordnung ein.

Neben seinem umweltpolitischen Wirken war Darmstadt ein starker Verfechter einer lebendigen Erinnerungskultur. Als Mitinitiator und Mitglied des Arbeitskreises „Kornsand-Gedenken“ wurde sein Engagement im vergangenen Jahr mit der Jakob-Steffan-Medaille des Vereins Rheinhessen gegen Rechts gewürdigt.

Über 37 Jahre im Dienst der Stadt

Seine politische Laufbahn in Oppenheim war lang und prägend: Seit 1989 vertrat er die AL-Fraktion im Stadtrat. In dieser Zeit übernahm er mehrfach hohe Ämter; so bekleidete er von 1994 bis 1999 das Amt des 3. Beigeordneten und war von 2009 bis 2014 Erster Beigeordneter der Stadt. Zudem brachte er seine Expertise in zahlreichen Fachausschüssen ein.

Stadtbürgermeisterin Silke Rautenberg würdigte Darmstadts mehr als 37-jähriges Engagement mit deutlichen Worten: „Wir verlieren einen leidenschaftlichen Kommunalpolitiker, der sich mit Herz und Verstand über vier Jahrzehnte für seine Heimatstadt eingesetzt und die politische Debatte über die lokale Ebene hinaus geprägt hat. Seine Erfahrung, sein Wissen, sein politischer Kampfgeist und sein Einsatz für Demokratie und Frieden werden uns fehlen.“