Hoch über der berühmten Altstadt mit ihrer gotischen Katharinenkirche und dem weitverzweigten Kellerlabyrinth thront ein historisches Monument, das im Besucherstrom oft unbeachtet bleibt: die Burg- und Schlossruine Landskron. Um die vielen baugeschichtlichen Details und dramatischen Begebenheiten dieses Ortes wieder ins Bewusstsein zu rücken, bietet der Archäologe Volker Kemmeter am Samstag, den 9. Mai 2026, einen fundierten Rundgang an.
Von kaiserlicher Blüte bis zum barocken Fall
Die Führung um 14:00 Uhr nimmt die Teilnehmer mit auf eine Zeitreise durch die verschiedenen Epochen der Anlage. Kemmeter erläutert die Blütezeit der Burg im Hochmittelalter – anschaulich illustriert durch Rekonstruktionszeichnungen – und beleuchtet die strategische Rolle der Landskron während des Dreißigjährigen Krieges. Damals stand die Festung im Zentrum der Ereignisse, wurde von spanischen Truppen besetzt und später von den Schweden erobert. Die Erzählungen enden schließlich bei der endgültigen Zerstörung im Barock während des Pfälzischen Erbfolgekrieges.
Verborgene Pfade und Befestigungen
Der etwa einstündige Rundgang streift nicht nur die allgemeine Stadtgeschichte, sondern führt die Besucher auch zu weitgehend unbekannten und kaum sichtbaren Befestigungsanlagen, wie etwa der südlichen Vorburgmauer. Aufgrund der Wegführung sollten die Teilnehmer gut zu Fuß sein.
Anmeldung und Details
Die Teilnahme ist kostenlos, wobei Spenden zur Unterstützung der Arbeit gerne entgegengenommen werden. Da die Gruppengröße auf 20 Personen begrenzt ist, wird um eine vorherige Anmeldung bis Freitag, den 8. Mai (18:00 Uhr), gebeten. Interessierte können sich per E-Mail unter volkerkemmeter@yahoo.de oder telefonisch unter 06246/334 registrieren. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Landskronhalle unmittelbar unterhalb der Ruine.