Die Verbandsgemeinde Rhein-Selz strebt danach, bundesweit als Vorbild für zukunftsfähigen Tourismus wahrgenommen zu werden. Mit einem gemeinsamen Dringlichkeitsantrag von Grünen, CDU, FWG und BL wurde am 13. Oktober 2026 gefordert, dass sich die Verbandsgemeinde für den Bundeswettbewerb „Nachhaltige Tourismusdestinationen 2026/2027“ des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) bewirbt.
Ökologie und lokale Wertschöpfung im Fokus
Christina Bitz, Fraktionsvorsitzende der Grünen, unterstreicht die Bedeutung eines Tourismuskonzepts, das Ökologie und lokale Wertschöpfung vereint. Ziel des Wettbewerbs ist es, Regionen dabei zu unterstützen, ihre touristische Entwicklung umwelt- und sozialverträglich zu gestalten. Für die Grünen ist dies ein entscheidender Hebel, um den „Sanften Tourismus“ in der Region zu stärken. Dabei geht es nicht nur um die Gewinnung von Gästen, sondern um eine Strategie, die die Natur schont, die Lebensqualität der Bewohner*innen erhält und gleichzeitig attraktive Angebote schafft.
Chance zur Weiterentwicklung
„Wir sind überzeugt, dass die Rhein-Selz bereits heute viele Voraussetzungen für eine Auszeichnung mitbringt. Viele unserer Angebote sind in ihrer Organisation und Durchführung bereits nachhaltig gestaltet“, erklärt Christina Bitz. „Die Teilnahme an diesem Wettbewerb ist für uns mehr als eine reine Preissuche. Es ist eine Chance, unsere lokale Infrastruktur an modernste Standards anzupassen und im Austausch mit Expert:innen strategisch weiterzuentwickeln.“
Der Antrag sieht vor, dass die Verbandsgemeinde stellvertretend für die örtlichen Tourismusorganisationen auftritt, um einen geschlossenen regionalen Auftritt zu fördern und Synergien zwischen den verschiedenen Ortsgemeinden und Städten zu nutzen. Im Fokus stehen dabei Maßnahmen, die eine schrittweise Verankerung nachhaltiger Angebote in der Praxis sicherstellen und so die Region langfristig wettbewerbsfähig machen.
Enger Zeitplan erfordert schnelles Handeln
Aufgrund des engen Zeitplans ist Eile geboten: Der Wettbewerb startete am 2. Oktober 2026, und die Bewerbungsfrist endet bereits am 20. November 2026. Die Koalition fordert daher die Verwaltung auf, die notwendigen Schritte zur Einreichung der Unterlagen unverzüglich einzuleiten, um diese strategische Chance nicht zu versäumen.