Die geplante Installation eines neuen Treppengeländers am Schlossturm führt in Schwabsburg aktuell zu inhaltlichen Differenzen zwischen der Interessengemeinschaft Schwabsburg (IGS) und dem lokalen Ortsbeirat.
Die IGS hatte kürzlich angekündigt, in Kürze ein Geländer am Zugang zum Wahrzeichen installieren zu lassen, um die Sicherheit für Bürger und Besucher zu erhöhen. Nach Darstellung der Initiative habe der Ortsbeirat das Vorhaben zuvor abgelehnt, woraufhin die IGS die notwendigen Abstimmungen bei den zuständigen Behörden eigenständig eingeholt habe. Nach Bestätigung durch die Stellen stehe das Projekt nun vor der konkreten Umsetzung.
Ortsvorsteher weist Darstellung zurück
Diesen Aussagen hat Ortsvorsteher Joachim Allmann nun in einer offiziellen Stellungnahme deutlich widersprochen und die Darstellung der IGS als inkorrekt zurückgewiesen. Laut Allmann liege dem Ortsbeirat bis heute keine beschlussfähige Planung, Visualisierung oder detaillierte Projektbeschreibung seitens der Interessengemeinschaft vor.
Der Ortsvorsteher verwies zur Einordnung auf die Ortsbeiratssitzung vom 1. Juni 2026. Dort habe eine Ortsbeirätin unter dem Tagesordnungspunkt „Mitteilungen“ lediglich allgemein von dem Vorhaben berichtet und eine Fotomontage präsentiert, die ein Geländer auf der östlichen Mauer skizzierte. In der anschließenden Diskussion seien im Gremium verschiedene Bedenken geäußert worden – unter anderem hinsichtlich der Einbindung von anliegenden Eigentümern sowie möglicher Einschränkungen bei der Bewirtschaftung des angrenzenden Weinbergs. Zudem habe der Rat auf den Denkmalschutz verwiesen, da die Generaldirektion Burgen und Schlösser in der Vergangenheit bereits Eingriffe, wie einen Schriftzug am Turm, abgelehnt hatte.
Forderung nach offiziellem Verfahren
Allmann betonte weiter, dass die entsprechenden Behörden, die erst auf Hinweis des Ortsbeirats involviert worden seien, lediglich eine grundsätzliche Zustimmung für ein Geländer an der westlichen – nicht an der östlichen – Mauer erteilt hätten. Eine finale Genehmigung des Gesamtprojekts obliege weiterhin dem Ortsbeirat. Der Ortsvorsteher äußerte seinen Unmut über das Vorgehen, warf der IGS vor, ohne Zustimmung des Gremiums Fakten schaffen zu wollen, und forderte die Initiative nachdrücklich auf, für die nächste Sitzung eine ordnungsgemäße Beschlussvorlage einzubringen.