Was als kurzer Moment der Unachtsamkeit begann, endete am Mittwochnachmittag gegen 13:00 Uhr in einer schmerzhaften Attacke. In Stadecken-Elsheim wurde eine 30-jährige Frau zusammen mit ihrem jungen Hund Opfer eines Angriffs mit einem Reizstoffsprühgerät.
Bellen führt zu unvermitteltem Einsatz von Reizstoff
Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei hatte die Geschädigte beim Hinausbringen des Mülls vergessen, die Haustür zu schließen. Ihr Welpe lief daraufhin auf die Straße, wo er auf eine unbekannte Frau traf, die ihrerseits mit einem etwa 70 cm großen Hund unterwegs war. Der Welpe blieb in sicherem Abstand von etwa fünf Metern vor der Passantin stehen und bellte. Als die 30-Jährige ihren Hund gerade auf den Arm nahm, um die Situation zu beenden, zog die Unbekannte ein Sprühgerät aus ihrer Jackentasche und sprühte gezielt in Richtung von Mensch und Tier.
Frau und Tier verletzt
Die Folgen des Angriffs sind erheblich: Die 30-Jährige erlitt Rötungen und Schmerzen im Gesicht sowie an den Augen. Auch der Welpe blieb nicht verschont und zeigte deutliche Reizungen sowie Rötungen am rechten Auge. Bevor die Täterin in unbekannte Richtung flüchtete, rechtfertigte sie ihr Handeln gegenüber dem Opfer mit den Worten, die Frau sei „selbst schuld“. Sie wolle nicht zulassen, dass ihr Hund erneut gebissen werde.
Polizei bittet um Hinweise zur Täterin Die flüchtige Beschuldigte wird wie folgt beschrieben:
Alter: Etwa Ende 30 Jahre
Erscheinungsbild: Blonde Haare, Brillenträgerin
Bekleidung: Ein langer Mantel
Begleitung: Ein auffallend großer Hund (ca. 70 cm)
Wer Angaben zu der Frau oder dem Vorfall machen kann, wird dringend gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Mainz 3 unter der Telefonnummer 06131/65-34350 oder per E-Mail an pimainz3@polizei.rlp.de in Verbindung zu setzen.