Zensus 2022: Wie viele Einwohner hat der Landkreis Mainz-Bingen?

Am 15. Mai beginnt im Landkreis – sowie bundesweit – das große Zählen.

Zensus 2022: Wie viele Einwohner hat der Landkreis Mainz-Bingen?

Zahlreiche per Zufall ausgewählte Mainz-Binger erhalten in den kommenden Tagen Post: Darin wird die Teilnahme am Zensus angekündigt und darüber informiert, wie die Datenerfassung abläuft. Auf diesem Schreiben meldet sich ein Interviewer an – der sogenannte Erhebungsbeauftragte – mit einem Terminvorschlag und weiterem Informationsmaterial für eine Befragung vor Ort.

Denn am 15. Mai beginnt im Landkreis – sowie bundesweit – das große Zählen. Für den Zensus 2022, auch bekannt als Volkszählung, wurden stichprobenartig rund 5300 Anschriften ausgewählt, deren Bewohnerinnen und Bewohner an der Volkszählung teilnehmen müssen. „Ziel ist es, wichtige Bevölkerungs-, Gebäude-, und Wohndaten zu gewinnen, die für Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft von Bedeutung sind“, so Norbert Ding, Leiter der Erhebungsstelle in der Kreisverwaltung. Er geht von rund 20.000 Menschen aus, die diesen Anschriften zugeordnet werden. Diese Personen sind per Gesetz dazu verpflichtet, die ihnen gestellten Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten. Landrätin Dorothea Schäfer sagt dazu: „Die anonymisiert erhobenen Daten werden besonders geschützt und dienen ausschließlich dem vorgegebenen Zweck“. Damit sei auch ein Rückschluss auf Personen aus den befragten Haushalten nicht möglich. Für die Befragungen sind rund 160 Interviewerinnen und Interviewer im Einsatz, die zuvor von der Kreisverwaltung geschult wurden.

Eine einzelne Befragung besteht aus zwei Teilen: Im ersten Schritt stellt der Interviewer bei seinem Besuch vor Ort fest, ob die im Melderegister verzeichneten Personen auch tatsächlich existieren und an der jeweiligen Adresse wohnen. Hierunter fallen zum Beispiel Angaben zum Namen, Geburtstag oder Geschlecht. Für seinen Besuch führt der Interviewer einen speziellen Dienstausweis der Kreisverwaltung mit sich und legt zusätzlich seinen Personalausweis vor. Zudem sind die Einsatzorte der Interviewer auch beim Polizeipräsidium vermerkt, für den Fall, dass sich die befragten Personen bezüglich deren Seriosität sorgen. Eine Befragung dauert im Schnitt bis zu 15 Minuten. Im zweiten Schritt werden detaillierte Aspekte zu Ausbildung und Beruf, Staatsangehörigkeit oder zur Wohnungssituation abgefragt. „Für diesen Teil der Befragung besteht die Möglichkeit, die Fragen auf dem Fragebogen selbst oder online zu beantworten“, erklärt der Erhebungsstellen-Leiter. In diesem Fall erhalten die Befragten einen entsprechenden Zugangscode.

Für Rückfragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Erhebungsstelle in der Kreisverwaltung zur Verfügung. Dafür werden auch die Erreichbarkeiten ab Mitte Mai nochmals erhöht. Diese sind auf der Homepage des Landkreises zu finden. Zudem wurde ein spezielles Bereitschaftstelefon für die Erhebungsbeauftragten eingerichtet. „Ein besonderes Lob geht an unsere beiden Auszubildenden Janina Röhrig und Anne Weber, die vollen Einsatz zeigen und uns enorm bei der Arbeit helfen. Wir sind sehr froh über diese Unterstützung“, so Norbert Ding. Insgesamt sind in der Erhebungsstelle neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.

Bis zum 31. Juli soll die erste Befragung planmäßig abgeschlossen sein, danach folgen Qualitätskontrollen und gegebenenfalls Wiederholungserhebungen. Die endgültigen Ergebnisse des Zensus sollen dann voraussichtlich am Ende dieses Jahres vorliegen.

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