„Impulse Inklusion“ – Sechs Projekte werden gefördert

Der „Beirat für Menschen mit Behinderung“ hat in seiner ersten Sitzung im neuen Jahr sechs Projekte vorgestellt, die im Zuge des neuen Förderprogramms „Impulse Inklusion“ bezuschusst werden.

„Impulse Inklusion“ – Sechs Projekte werden gefördert

Die Schwerpunkte der Projekte sollten darauf liegen, dass sie von Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam entwickelt, geplant und/oder durchgeführt werden. Die Fördersumme liegt bei insgesamt rund 25.000 Euro, pro Einzelprojekt bei maximal 5000 Euro.

„Inklusion bedeutet, dass alle Menschen gleich dazugehören und an allem gleich teilhaben können. Teilhabe – von Menschen mit oder ohne Behinderung – ist dabei eine Voraussetzung dafür, sich als Mensch zu entwickeln. Deshalb bin ich froh, wie vielen Bürgerinnen und Bürgern dieses Thema am Herzen liegt und wir sie mit unserem Förderprogramm unterstützen können“, so die zuständige Zweite Kreisbeigeordnete Ursula Hartmann-Graham in der Videokonferenz.

Gefördert werden folgende Projekte: Zusammen-Finden – der Hände-Füße Baum vom Elternkreis Down-Syndrom Mainz. Dort wird unter Anleitung eines Künstlers gemeinsam ein Gemälde von Kindern und Jugendlichen mit Down-Syndrom sowie Senioren in einer Ingelheimer Seniorenresidenz erstellt werden. Vom gleichen Verein wird in Kooperation mit anderen Selbsthilfegruppen ein „Workshop Geschwisterkinder“ unterstützt, bei dem sich Geschwister von Kindern mit Behinderungen austauschen, gegenseitig unterstützen und voneinander lernen sollen. Die VG Nieder-Olm erhält eine Förderung für einen „geselligen Mittagstisch“. Dieser ist an Menschen mit und ohne Behinderung gerichtet, die nicht alleine kochen oder essen möchten. Der „Mittagstisch“ soll ein Ort zum Gespräch und Kennenlernen sein und modellhaft für andere Ortsgemeinden wirken. Ebenfalls gefördert wird ein Konzept für den Aufbau des Inklusionsprojekts „Inklusives Tierschutzzentrum“ im Landkreis Mainz-Bingen der In.betrieb ggGmbH in Kooperation mit M.u.T. Das Zentrum soll Tier- und Naturschutz mit dem Aspekt integrativer Arbeit für Menschen mit Behinderung verbinden, sodass beide Gruppen davon profitieren. Die Kreisvolkshochschule Mainz-Bingen wird für ihr Programm „Erstausbildung zur persönlichen Assistenz“ für körperlich und geistig eingeschränkte Personen unterstützt. Das Geld fließt in die Qualifizierung der Assistentinnen und Assistenten, die Menschen mit Behinderung dabei unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Letztlich erhält das Projekt „Inklusiv gestalten – Design von und für Menschen, denen Inklusion am Herz liegt“ von Ludo Kluso einen Zuschuss. Geplant hierbei sind Kreativworkshops, die beeinträchtigten Menschen die Teilhabe an Kreativprozessen ermöglichen und Selbstbewusstsein fördern soll.

Hintergrund: Anträge für die Richtlinie „Impulse Inklusion“ konnten im Landkreis tätige gemeinnützige Selbsthilfeorganisationen, freigemeinnützige Träger, Kirchengemeinden oder kommunale Gebietskörperschaften stellen. Die Entscheidung traf der Kreisausschuss unter Einbindung des Sozialausschusses und des Behindertenbeirates. Anträge konnten bis zum 15. November 2021 eingereicht werden. Insgesamt standen 25.000 Euro zur Verfügung.

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